Narbenkorrektur auf Gesicht oder Unterleib: Ihre Möglichkeiten

Haben Sie eine Narbe auf Ihrem Gesicht oder am Unterleib (oder einem anderen Teil Ihres Körpers), die Sie gern loswerden möchten? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Operative Narbenkorrektur

Ein plastischer Chirurg kann Narben unter örtlicher Betäubung – manchmal in Vollnarkose, bei größeren Narben – korrigieren. Dabei kann es notwendig sein, mehrere Operationen vorzunehmen.

Der Chirurg entfernt die Narbe mit einem Schnitt. Manchmal muss etwas Haut transplantiert werden, um die Wunde zu verschließen.

Narben werden nur selten chirurgisch beseitigt. Es kann sein, dass ein Patient zur Narbenbildung neigt. Der Eingriff – eigentlich die Verursachung einer neuen Wunde – ist dann kaum sinnvoll. Das Risiko besteht, dass die Narbe letztlich noch größer ist – da die Wunde größer geworden ist. Eine Operation ist zumeist das letzte Mittel, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, oder wenn es einen dringenden Grund gibt, wie etwa die Bewegungseinschränkung durch eine Narbe auf einem Gelenk.

Der Nachteil der Chirurgie besteht darin, dass der Heilungsprozess von Anfang an wiederholt werden muss und dies zu Komplikationen führen kann, etwa zum Nachbluten oder zu Infektionen. Wenn Sie postoperativ verstärkte Schmerzen, Schwellungen, Rötungen oder Fieber spüren, müssen Sie sich sofort an Ihr Krankenhaus werden.

Weitere Komplikationen sind das Öffnen der Wunde, Schmerzen, Gewebeschäden rund um den Operationsbereich.

Und beachten Sie: In vielen Fällen macht die chirurgische Narbenkorrektur keinen Sinn. Sie bewirkt eine kleine, sichtbare Verbesserung, z.B. nach einer größeren Unterleibsoperation. Informieren Sie sich  und treffen Sie eine gut überlegte Wahl!

2. Narbenkorrektur mittels Injektionen

Eine Kenacort-Injektion kann bei hypertrophen und keloiden Narben eingesetzt werden. Kenacort ist entzündungshemmend, so dass die Narbe schon in wenigen Wochen altert (reift) und teilweise “wegschmilzt”. Nach 4 Wochen ist die Substanz aufgebraucht und die Injektion muss, falls notwendig, wiederholt werden.

Nachteil dieser Injektion: Das “Abschmelzen” einer Narbe ist kein kontrollierter Prozess. Infolgedessen kann auch die umgebende Haut ausgedünnt werden. Außerdem sieht die nach der Behandlung verbleibende Narbe wie runzliges Gewebe aus.

Daher ist das Ergebnis unter dem ästhetischen Aspekt nicht ideal. Diese Injektionen werden häufig vor einer chirurgischen Korrektur eingesetzt.

3. Narbenkorrektur mit Hilfe von Silikonpflastern

Ein Silikonpflaster (oder Gel) kann die Größe einer hypertrophien Narbe beträchtlich verringern. Der Vorzug dieser Silikonpflaster liegt darin, dass sie den ganzen Tag lang getragen werden und mehrere Wochen, vielleicht sogar Monate, verwendet werden können.

Der Vorteil des Silikongels ist, dass es sich dank seines flüssigen Zustandes gut den Unebenheiten der Narbe anpasst. Außerdem trocknet das Gel in 5 Minuten, woraufhin es mit Make-up oder Kleidung bedeckt werden kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Silikontherapie erheblich weniger eingreifend ist als eine Operation oder Injektion. Das Ergebnis hängt von dem Schweregrad der Narbe ab.

Außer der ALHYDRAN-Narbencreme (siehe unten) bieten wir auch die medizinische Silikontherapie unter der Marke BAPSCARCARE an.

4. Narbenkorrektur mit Narbencreme

Eine gute Narbencreme ist eine ausgezeichnete Alternative zu einer Operation oder Injektionen für die Korrektur bestehender Narben. Sie ist erheblich weniger invasiv als (wiederum) die Chirurgie, und die Ergebnisse sind in vielen Fällen spektakulär.

Viele Menschen, die eine Narbencreme für bestehende, alte und neue Narben eingesetzt haben, z.B. nach einer Verbrennungswunde oder einer Operation, berichten von sehr positiven Erfahrungen.

Narbencremes werden häufig präventiv und in Verbindung mit anderen Korrekturmethoden eingesetzt, wie etwa Chirurgie oder Injektionen.